Der Königsweg der Wahrheitssuche

Dialog und Debatte sind die Achse, worum sich die Schweizerische 
Kirchenzeitung SKZ drehen soll. Entsprechend sind Sie, geschätzte Leser, dazu eingeladen, sich hier, in der Rubrik «Dialog», daran zu beteiligen.

Leserbriefe in elektronischer Form sind zu richten an:
redaktion@kirchenzeitung.ch (Bild: Rainer Sturm/pixelio.de)

Die Ursprünge der SKZ reichen weit zurück, bis ins Jahr 1832. Damals wurde sie als religiös-apologetische Wochenzeitschrift und Plattform des 1831 gegründeten Katholischen Vereins ins Leben gerufen. Diesem Auftrag soll die SKZ auch 185 Jahre später noch nachkommen. Bereits im Neuen Testament wird von «Apologie» gesprochen. In 1 Petr 3,15 heisst es: «Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Vernünftigkeit der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.»

Fragen und Antworten: das ist der Dialog. Er wird von den Herausgebern, insbesondere für die «neue» SKZ, ausdrücklich in den Fokus gestellt. So ist im Herausgeberstatut1 zu lesen: «Die SKZ wird als Ort des Dialogs und der Debatte positioniert.» Was nichts anderes heisst, als dass jeder zur aktiven Teilnahme am Dialog eingeladen ist.
Der Quantenphysiker David Bohm verwendet den Begriff Dialog im ursprünglichen Wortsinn: «dia» (durch) und «logos» (das sinnvolle Wort).

Dialog meint also das Fliessen von Sinn um und das Erschliessen von Bedeutung durch die Menschen und ermöglicht, den Voraussetzungen, Ideen, Annahmen, Überzeugungen und Gefühlen von Menschen auf den Grund zu gehen, die unterschwellig ihre Interaktionen beherrschen. Von den frühen Weisen im alten Athen erprobt, kann der Dialog auch als Königsweg der Wahrheitssuche bezeichnet werden.

Spielregeln

Das Werkzeug des Lesers ist der Leserbrief. Ihre Statements, geschätzte Leser, sind nicht nur willkommen, sondern auch gefragt. Damit nun die Rubrik «Dialog» als Diskussionsforum funktionieren kann, müssen sich alle Beteiligten an gewisse Spielregeln halten:
Je kürzer ein Leserbrief ist, desto grösser ist die Chance, dass er veröffentlicht wird. Anonyme oder vervielfältigte Briefe, Rundschreiben und Zuschriften mit diffamierendem Inhalt werden nicht abgedruckt. Gegebenenfalls holt die Redaktion eine Stellungnahme der Betroffenen ein. Die Zuschriften werden mit vollständigem Vornamen, Namen und Wohnort des Verfassers veröffentlicht. Über Auswahl und Kürzungen entscheidet die Redaktion. Zuschriften, die sich auf Veröffentlichungen in der SKZ beziehen, müssen Titel und Erscheinungsdatum des entsprechenden Artikels enthalten.

Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften und überlassen dem griechischen Philosophen Epikur das letzte Wort: «In einer auf den Dialog setzenden Wahrheitssuche trägt der Verlierer den grösseren Gewinn davon: in dem Masse, in dem er hinzugelernt hat.»

1 Herausgeberstatut Seite 16 und ff.