«Denn deine Geschöpfe sind wir»

«Wirbel der Schöpfung» des Peruaners Max Ochante, Institut für theologische Zoologie in Münster (D). (Bild: Stephan Kube)

 

Wer war zuerst an der Krippe? Eine triviale Frage – und doch, natürlich! Wie bei der Schöpfung, die Tiere waren zuerst da! Diese Geschöpfe Gottes waren da, noch bevor die Hirten, die Weisen und andere Menschen kamen. Im Gegensatz zu den Menschen, die keinen Raum in der Herberge hatten, nahmen die Tiere die Heilige Familie bei sich auf, teilten mit ihr den Raum und mit dem Kind die Futterkrippe. Und Tiere mordeten auch keine Kinder, wie Herodes, und trieben die junge Familie nicht zur Flucht nach Ägypten. Tiere sind also klar die besseren «Menschen». Grund genug, ihnen ein Themenheft zu widmen, insbesondere den Tieren an der Krippe. Wie kamen sie an die Krippe, obwohl der Evangelist Lukas die gutmütigen Vierbeiner, die sich wärmend um die Krippe stellen, mit keinem Wort erwähnt? Warum gerade diese Tiere, welche theologische Bedeutung kommt ihnen zu und wie sieht es in anderen Kulturkreisen aus?

Immerhin ist die Weihnachtsgeschichte – in 450 Sprachen übersetzt – die berühmteste Geschichte der Welt. Ohne sie wäre es in unseren Häusern in der Nacht vom 24. Dezember nicht hell und das, was in ihr berichtet wird, gäbe uns keine Hoffnung auf Frieden in der Welt. Ob Ochs und Esel, Schafe, Ziegen, Hunde, Dromedare oder Pferde – die bereits seit den ersten Krippendarstellungen dazugehörenden Tiere haben dazu beigetragen, die Weihnachtsgeschichte in unser Lebensumfeld zu übertragen und somit verständlicher zu machen.

Brigitte Burri

Editorial

Ein Rück- und Ausblick

Vor einem Jahr erschien die erste Ausgabe der «neuen alten» SKZ. Der Titel war zugleich Programm: «Fürchte dich nicht». Nicht gerade furchtlos, aber motiviert und engagiert sind wir als neues Redaktionsteam gestartet. Eine grosse Anzahl Themen durften wir im vergangenen Jahr vorstellen und dabei vielen Menschen begegnen – zum Teil persönlich, zum Teil per Mail oder Telefon. Jede Begegnung verändert. Und so haben wir uns im Verlauf dieses Jahres auch verändert, haben aus Fehlern gelernt, sind aus schwierigen Situationen gestärkt herausgegangen, fühlten uns durch Rückmeldungen bestärkt oder auch herausgefordert und freuten uns über manch lobendes Wort.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Gerne hätten wir den Dialog mit und zwischen den Lesern mehr gefördert. Leserbriefe blieben leider eine Seltenheit. Lag es daran, dass man sich an das neue Konzept gewöhnen musste? An der vielen Arbeit, die tagtäglich auf dem Programm stand? Oder hat sich über die Jahre eine gewisse Diskussionsmüdigkeit eingeschlichen?

Wir würden uns über kritische oder auch bestärkende Rückmeldungen zu den einzelnen Themen freuen. Auch hier gilt: «Fürchte dich nicht».

 

Nun wünschen wir allen geschätzten Leserinnen und Lesern ein frohes Geburtsfest unseres Erlösers Jesus Christus und ein gesegnetes neues Jahr.

Ihre SKZ-Redaktion