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Katholischer Medienpreis an Auorinnen und Autoren aus drei Sprachregionen vergeben

Am 23. April überreichte Bischof Josef Stübi im Namen der Schweizer Bischofskonferenz SBK in der Katholischen Mission der italienischen Sprache in Bern den Katholischen Medienpreis 2026. Insgesamt wurden drei Preise vergeben: der Hauptpreis in der Kategorie «Video», dotiert mit 2000 Franken, sowie zwei weitere Auszeichnungen im Wert von jeweils 1000 Franken in den Kategorien «Audio» und «Text».

Auch in diesem Jahr fand die Preisverleihung in der Katholischen Mission der italienischen Sprache in Bern statt. Anwesend waren die Preisträgerinnen und Preisträger, der Jurypräsident Davide Adamoli, weitere Mitglieder der Jury, Mgr. Josef Stübi, Weihbischof der Diözese Basel und Medienbischof der SBK, sowie rund 40 weitere Gäste.

Jurypräsident Davide Adamoli verlas seine Ansprache im Namen der Jurymitglieder. Er hob hervor, dass unter den rund 30 eingereichten Beiträgen aus allen Sprachregionen der Schweiz, die über unterschiedlichste Kanäle verbreitet wurden, «jede Autorin und jeder Autor einen originellen und oft bislang unbekannten Ausschnitt der Realität sichtbar gemacht» habe. Die Jury habe in einem offenen und freien Austausch zusammengearbeitet – «in einer kleinen, aber wertvollen und lebendigen Begegnung».

Wie es die Tradition vorsieht, würdigte Mgr. Stübi die drei ausgezeichneten Beiträge und überreichte die Preise. Neben der finanziellen Anerkennung erhielten die Preisträgerinnen und Preisträger – bereits zum dritten Mal – eine Trophäe in Form eines schmiedeeisernen Kreuzes, eingelassen in einen Sockel aus dem Holz der ehemaligen Bänke der Abteibasilika von Einsiedeln, wo die SBK ihren offiziellen Sitz hat.

Der Preis in der Kategorie «Audio» ging an Alessandro Tini und Antonia Marsetti für ihre rund halbstündige Reportage, die sie gemeinsam für die wöchentliche Radio-Informationssendung «Voci del Grigioni italiano» auf RSI realisiert hatten. Der Beitrag, der den Pfarreien im Wandel gewidmet ist, legt einen besonderen Fokus auf die Veränderungen in der Verwaltung kirchlicher Strukturen in dieser Region. Die Jury würdigte die Reportage für ihre qualitativ überzeugende Umsetzung und ihre vielschichtige Perspektive auf ein aktuelles kirchliches Thema. Mgr. Stübi unterstrich zudem, dass es bedeute, «auf dem synodalen Weg zu sein, gemeinsam Schritte in eine Zukunft zu wagen, die noch nicht vollständig erkennbar ist – getragen von Hoffnung und Vertrauen».

Der Preis in der Kategorie «Text» wurde an ein weiteres Duo verliehen, diesmal aus der Westschweiz: Anne‑Sylvie Sprenger und Lucas Vuilleumier. Ausgezeichnet wurde ihre vierteilige Artikelserie zum Thema Vergebung mit dem Titel «Demandez l’pardon!» («Bittet um Vergebung!»). In ihrer Reportage, die gemeinsam in den Zeitungen «La Liberté» und «Le Courrier» veröffentlicht wurde, beleuchten sie unterschiedliche Aspekte von Vergebung und Versöhnung, vom Beichtstuhl bis hin zu den internationalen Beziehungen. Wie Mgr. Stübi in seiner Laudatio betonte, «regen diese vier fundierten, klar aufgebauten und anspruchsvollen Artikel zum Nachdenken an und zeigen eindrucksvoll, wie weitreichend das Thema Vergebung ist».

Der Hauptpreis schliesslich ging an Simon Christen für seinen Dokumentarfilm auf SRF. Der Film befasst sich mit medizinisch unerklärlichen Heilungen, thematisiert aber ebenso den Umgang mit Krankheit, mit dem Tod und mit dem, was danach kommt. Mgr. Stübi hob besonders die Gestaltung eines bewegenden Dokumentarfilms hervor, der «respektvoll, einfühlsam und differenziert – durch Worte, Bilder und Klänge – sowohl den betroffenen Frauen als auch den Zuschauerinnen und Zuschauern vor dem Bildschirm begegnet».

Schweizer Bischofskonferenz SBK